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In diesem Post machen wir uns auf den Weg in die mittelalterliche Vergangenheit Ibizas. 1990 wurde D’Alt Vila, die Oberstadt wie es sich aus dem Katalan uebersetzen liesse, zum Weltkulturerbe erklaert, in den kleinen, verwinkelten Gassen, Torboegen und den vielen Treppenstufen, die von einem Stadtteil in den naechsten fuehren, kann man sich auch heute noch gut verlieren. Ein wunderbarer Spaziergang ist es allemal, – in eine unbekannte Welt, in der die Zeit stillgeblieben zu sein scheint, in die Vergangenheit dieser Insel.

Wir schreiten ueber die Rampe durch das imposante Tor der Altstadt, das von zwei ueberlebensgrossen, roemischen Statuen flankiert wird und gelangen ueber die Pouet Simó Passage nach rechts auf die Plaça de Vila, den Alstadtplatz, wo einst der traditionelle Markt abgehalten wurde, der nun jedoch in die Unterstadt verlegt wurde. Heute ist der Platz umsaeumt von kleinen Souveniershops, Kunstgalerien und – wie koennte es anders sein – Restaurants.

Durch die kleinen Gaesschen hinter dem Altstadtplatz geht es dann weiter bis wir ins Viertel von Santa Creu de Sant Antoni und Santa Ana gelangen. Die Gassen werden immer schmaler und beeindrucken mit ihrer einzigartigen Architektur und dem authentischen, mittelalterlichen Kopfsteinpflaster. Das Fundament auf denen Dalt Vila ruht ist allerdings noch aelter. Wahrscheinlich aus dem 6. Jahrhundert n. Chr. stammen die ersten Bauten auf dem Altstadthuegel, der den Phoeniziern eine einzigartige Sicht ueber viele Kilometer und damit Schutz vor griechischen oder roemischen Invasionen bot. Ebosim, wie der alte Name fuer Ibiza lautet ist die aelteste Stadt der Balearen und wurde schnell zur mittelalterlichen Handelsbastion und maritimen Knotenpunkt fuer den gesamten Mittelmeerraum. Erst 2002 wurde in der Kathedrale ein vergessenes Zimmer mit einem Turm und einem Fluchtweg  aus dem 9. Jahrhundert wiederentdeckt. Es steckte noch voller phoenizischer Waffen und Artefakte, die heute im Archaeologiemuseum von Ibiza an der Kathedrale ausgestellt sind. Wahrscheinlich wurde dieses Zimmer bei der Eroberung durch die Mauren zugemauert und erst ueber 1000 Jahre spaeter wiederentdeckt.

view of a typical street with restaurants in dalt vila, ibiza

Wir gelangen nun zum Portal Nou, der Neuen Pforte, die uns linkerhand zur St. Josefsgasse fuehrt, eine reizende kleine Gasse mit mittelalterlichen Gebaeuden, alten, schweren Holztoren und den Resten der mittelalterlichen Mauer mit zwei Tuermen. Am Ende der Strasse befindet sich die Kirche von Hospitalet, in der nun die orthodoxe Gemeinde untergebracht ist.

Ueber die Conquista Strasse, die Strasse der Eroberung geht es weiter, und hier finden Sie einen kuriosen “walk of fame”, der seinen Ursprung in den touristischen Anfaengen Ibizas hatte. Da sich Ibiza ab den 60er Jahren immer mehr zur ersten Adresse fuer Filmstars entwickelte, haben hier einige, internationale Filmstars verewigt, eine von Ihnen Penelope Cruz.

Ueber die Strasse Calle Joan Roman Painter  geht es weiter zur Calle Santa Maria, die als die aelteste Strasse Ibizas gilt und am Fuss der beeindruckenden Mauer aus der Renaissance entlangfuehrt. 

Wir folgen dem kleinen Pfad bis zur Portella d’en Serra (Sa Portella), wo es wiederum die erste von den Mauren errichtete Stadtmauer zu sehen gibt und kommen schliesslich auf die Hauptstrasse, die mit etwas moderneren Stadthaeusern aus dem 16. und 17. Jahrhundert umsaeumt ist.

Damit sind wir nun im obersten Teil von Dalt Vila angelangt, dem Plaça de la Cathedral.  Die Aussicht von hier oben ist sagenhaft. Sie ueberblicken den alten und den neuen Hafen, die wichtigsten Gebaeude, wie das Kloster, das Museum und den Bischofspalast.

Dann ist es Zeit, sich an den Abstieg zu machen. Wir kuerzen diesmal ueber die Hauptstrasse, die Calle Major ab und gelangen ueber die Plaça d’Espanya auf den Platz vor der Stadtverwaltung und schliesslich zurueck zum grossen Tor.

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